Das Olivenöl in unserer Ernährung

Olivenöl ist seit Jahrtausenden ein wesentlicher Bestandteil der mediterranen Ernährung und der europäischen Küche. Die verschiedenen Olivenölsorten können sich in Farbe und Geschmack unterscheiden, während der Säuregrad und die Verarbeitungsmethode ihm die Bezeichnung reines, natives oder extra natives Olivenöl verleihen. Es ist ein Produkt mit einem reichhaltigen Geschmack, einem hohen Nährwert und zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen. Der Großteil seiner Produktion stammt aus den Mittelmeerländern. (Aus nutriplace.gr)

Über den Ernährungswert des Olivenöls

Olivenöl enthält eine große Menge einfach ungesättigter Fettsäuren, vor allem Ölsäure, und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die für den Körper essenziell sind. Die spezielle Zusammensetzung verschiedener Fettsäuren ist besonders gut für das Herz-Kreislauf-System. Sie hilft unter anderem, den Spiegel des schädlichen LDL-Cholesterins im Blut zu senken. Sind die Blutfettwerte im Lot, können sich weniger Ablagerungen in den Gefäßen bilden – das Risiko, eine Arterienverkalkung oder Arteriosklerose zu bekommen, nimmt dadurch ab. Olivenöl liefert auch zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, insbesondere Polyphenole, die entzündungshemmend und antioxidativ wirken. Auch das enthaltene Vitamin E ist ein wirksames Antioxidans. Davon profitieren nicht nur Herz und Gefäße, sondern der ganze Körper. Unter anderem können diese Substanzen dazu beitragen, Krebserkrankungen vorzubeugen1.

Wenn Sie Olivenöl kaufen möchten, sollten Sie auf folgende Dinge achten: Je schonender der Herstellungsprozess, desto besser. Kaltgepresste Öle werden bei Temperaturen unter 27 Grad Celsius nur mechanisch gepresst und nicht wie raffinierte Öle zusätzlich mit Hitze behandelt. Wie das Öl hergestellt wurde, ist am Etikett erkennbar. Am wertvollsten für die Gesundheit sind Öle mit der Bezeichnung „Natives Olivenöl extra (Extra Virgin Olive Oil, Güteklasse 1)“. Dabei handelt es sich um kaltgepresstes (natives) Olivenöl aus der ersten Pressung, bei dem empfindliche Inhaltsstoffe und Aromen weitgehend erhalten bleiben. Es hat die höchste Qualitätsstufe; der Gehalt an freien Fettsäuren liegt unter 0,8 Prozent1.

1: AOK

Lesvos, ein traditionsreicher Herstellungsort von Olivenöl

Lesvos (Mytilini) ist die größte Insel der nördlichen Ägäis und die drittgrößte Insel Griechenlands, 5 Seemeilen von der Türkischen Küste entfernt, bei der Öffnung der Adramyttion Bucht.

Sie wird als “Garten der Ägäis” bezeichnet, da Lesvos für ihre reiche Flora bekannt ist, einschließlich der Olivenbäume, verschiedener Obstbäume und aromatischer Pflanzen, für ihre lebendigen Ökosysteme, ihr Klima und ihre eigenartige Geomorphologie. Kein Wunder, dass Lesvos so eine lange Geschichte in der Herstellung von Olivenöl hat. Archäologische Funde brachten eine Ölpresse aus der Bronzezeit, aus den Jahren 2800 – 2000 v. Chr. ans Licht.

Die heimische Olivensorte der Insel Lesvos ist “Kolovi” (auch mit den Namen “Valanolia” oder “Mytilinia” bekannt). Merkmal der “Kolovi” ist, dass sie auf felsigen Böden wächst, auf einer Höhe von bis zu knapp 600 Metern. Mit ihrem breiten Wurzelsystem erlaubt die “Kolovi” den Transport wichtiger Nährstoffe und unterschiedlicher Aromen von den umliegenden Pflanzen und Bäumen, vom Boden direkt an die Olivenfrucht und bietet so ein Natives Olivenöl extra von einzigartiger Qualität und Geschmack. (Aus Lesvos Gold – Das Erbe)

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